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Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben durch Gestaltung sozialverträglicher Arbeitszeiten - dargestellt am Beispiel von Krankenhäusern
Ansprechpartner:

GAMBER, Thilo

Förderung:

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Für bestimmte Berufsbereiche unserer Gesellschaft besteht derzeit ein Mangel an qualifi­zierten Arbeitskräften, der im Laufe der Zeit noch zuzunehmen droht. Arbeitnehmern, die bereits beruf­lich überlastet sind, werden zu noch mehr Arbeit aufgefordert. Gesellschaftli­che Bereiche, vor allem Familienleben, aber auch Vereinsarbeit oder Sportinteressen rücken dabei tendenziell in den Hintergrund. Besonders im Dienstleistungsbereich "Kran­kenhaus" sind die Ärzte und das Pflegepersonal einer hohen Arbeitsbelastung ausge­setzt. Diese Problematik verlangt einen Ges­taltungsansatz, der beide Bereiche miteinan­der verbindet und den Personalbedarf im Einklang sowohl mit betriebsspezifischen und ökonomischen als auch mit personalbezogenen Gesichts­punkten bringt. Im beantragten Forschungsvorhaben soll ausgehend von Arbeitszeitbedarfen ein agentenbasiertes Ver­fahren entwickelt und durch Simulationsstudien evaluiert werden, das die genannte ganzheitliche Zielsetzung im Sinne einer sozialverträglichen Arbeitszeitgestaltung berücksichtigt. Aufgrund der aktuellen Problematik soll dieser Ansatz am Beispiel des ärztlichen und pflegerischen Personals in Krankenhäusern verifiziert und damit ein Weg aufgezeigt werden, um Berufs- und Privatleben besser miteinander vereinbaren zu kön­nen.