Institut für Arbeitswissenschaft & Betriebsorganisation

Digitale Arbeitsplatzgestaltung

VRKäppler - KIT
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Arbeitshaltung
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AnyBody Modelling System™
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Jack and Process Simulate Human Tecnomatix®
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Jack and Process Simulate Human Tecnomatix®

Ziel der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen oder der ergonomischen Produktentwicklung ist es, räumliche Anordnungen und zeitliche Abläufe auf die physikalischen und physiologischen Bedürfnisse des Menschen anzupassen.

Hierfür werden digitale Menschmodelle auf Basis anthropometrischer Daten erstellt. Zusätzlich wird eine Umgebungsgeometrie erzeugt, in der das Modell importiert wird. Anschließend können Körperhaltungen, Bewegungsabläufe oder auch  Sichtfeldbedingungen bestimmt werden. In der Simulation können so Maße, Kräfte und Sehbedingungen interaktiv überprüft und optimiert werden.

Digitale Menschmodelle, wie das Anybody Modelling System™, bilden die muskuloskeletake Strukturen ab und ermöglichen, Körperkräfte und Drehmomente zu berechnen. Auf diese Weise können mechanische Körperbelastungen ermittelt und beurteilt werden.

Bereits in frühen Planungsphasen der Produktentwicklung oder der Arbeitsplatzgestaltung können somit unterschiedliche Einsatzszenarien mit unterschiedlichen Nutzern (Alter, Geschlecht, Proportionen, etc.) überprüft werden. Durch den Einsatz digitaler Menschmodelle kann der spätere Änderungsaufwand erheblich reduziert werden.

 

Jack und Process Simulate

Die Software Jack von Siemens PLM Software ermöglicht es, Produkte sowie Arbeitsplätze mit Hilfe von digitalen Menschmodellen auf Ihre Ergonomie zu testen. Die Menschmodelle können hinsichtlich ihrer anthropometrischen Ausprägungen an die jeweilige Zielgruppe angepasst werden. Mit Hilfe der Software ist es möglich, ergonomische Faktoren wie benötigtes Platzangebot, Reichweite, Sichtbereich, Verletzungsrisiko, Müdigkeit, Komfort und viele mehr beurteilen.

 

Virtuelle Evaluation

Eine weitere wichtige Komponente in der Gestaltung von Arbeitsplätzen ist die Bewertung durch am Arbeitsplatz tätige Mitarbeiter. Durch den Einsatz von Virtual Reality können 3D CAD-Modelle im virtuellen Raum dargestellt werden, entwickelte Konzepte werden so direkt erlebbar. Das VR-Tool der R3DT GmbH, ein Spin-off des KITs, übersetzt das CAD-Modell in einen virtuellen Prototypen und unterstützt die Exploration, in dem es eine intuitive Interaktion mithilfe verschiedener Handgesten ermöglicht. Auf diese Weise wird der Zugang zu Nutzerfeedback bereits in einer frühen Konzeptionsphase eröffnet.